Nichts einfacher als das: Kartoffelpüree

Vor vielen Jahren las ich in der Zeit-Kolumne von Wolfram Siebeck wie abscheulich er die Kartoffel findet. Kurze Zeit später schrieb er einen Artikel, der in etwa den Titel hatte: ‚Die Kartoffel, eine tolle Knolle‘ und wo er die Kartoffel und deren vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten lobte. Das zeigt drei Dinge: Man kann sich irren, Kochen ist eine relative Disziplin und so unrecht hat er mit beiden Aussagen nicht.

Was ich beim Thema Tomatenzucht schrieb, gilt bei Kartoffeln ebenfalls: Viele Sorten, die man kaufen kann, insbesondere im Supermarkt und beim Discounter sind für alles mögliche gezüchtet, aber nicht für den Geschmack. Also heisst es erstmal einen Händler ausfindig zu machen, der brauchbare Knollen liefern kann. Wer nicht fündig wird oder eine große Auswahl haben möchte, kann es mal bei kartoffelvielfalt.de probieren. Zugegeben das ist nichts für jeden Tag, aber zum Experimentieren eine hervorragende Quelle.

    Zutatenliste

  • mehlig kochende Kartoffeln
  • Salz
  • Peffer
  • Muskat
  • Butter
  • Sahne

Kartoffeln schälen, kleinschneiden und in reichlich gesalzenem Wasser kochen bis sie schön weich sind. Das Kochwasser abgießen, das noch enthaltene Restwasser leicht verdampfen lassen, dann Sahne hinzugiessen, reichlich Butterstücke und frisch geriebenen Muskat hinzugeben und die Zutaten vorsichtig unter die Kartoffelstücke heben. Danach mit einem Kartoffelstampfer, und nur damit und nicht mit einem Mixer oder Schneebesen, die Masse zerdrücken. (Verwendet man einen Mixer, dann löst sich die Stärke in den Kartoffeln und die Masse wird zu Tapetenkleister.) Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Muss noch ein bisschen Muskat rein, etwas Butter, sind die Abschlussfragen, die man sich stellen sollte.

Das war es.

Kartoffelpüree kann man hervorragend variieren, z.B. mit Speck, mit gerösstetem Brot, Nüssen, mein Liebling ist:

Belgisches Kartoffelpüree
In das fertige Kartoffelpüree gibt man ganz feingeschnittenen Endivien-Salat und würzt das Ganze mit einem fruchtigen Obstessig ab.

Grundlagen